Vielfältige Aufgaben als Trainer
Zur Zeit habe ich mit einem Trainerteam die Aufgabe, junge Rennfahrer zwischen 18 und 25 Jahren vom B-Kader in den Weltcup zu führen. Ich coache sie und vermittle ihnen möglichst gradlinig alle Erfahrungen aus meiner langjährigen Skikarriere.
Nach meinem Rücktritt 1994 habe ich in den folgenden neun Jahren Skiabstinenz den Skirennsport weiter mit Herzblut verfolgt. Die Schweizer Erfolge wurden immer weniger und ich wurde immer wieder gebeten, die schlechten Resultate unserer Skirennfahrer zu analysieren und zu kommentieren. Meine Antwort war stets die gleiche. Bevor ich eine seriöse Aussage über eventuelle Fehler machen könne, müsste ich über längere Zeit in einem Team integriert sein. Auf Anfrage von Swiss-Ski wurde ich Trainer im Skiweltcup.
Dies ist gleichbedeutend damit, sein Leben für den Spitzensport zu leben, Eigenverantwortung zu übernehmen, wenn möglich nie zweimal den gleichen Fehler zu machen, die Fahrer beim Training und bei den Rennen optimal vorzubereiten und zu betreuen und sie auch bei vorübergehender Stagnation der Leistungen weiter zu bringen. Da ich selbst Rennfahrer war, kann ich mich gut in die Fahrer hineinversetzten und kenne ihr Denken und Fühlen.
Es braucht Jahre und enorm viel Zeit und Arbeit in allen Bereichen wie technische Grundlagen, Kondition und Erfahrung, um zum konstanten Routinier im Spitzensport zu wachsen. Mit vielen konzentrierten und gezielten Trainingsläufen am Limit muss die nötige Sicherheit für den Wettkampf geholt, aufgebaut und erarbeitet werden.
Mit der Brechstange geht es in der Regel nicht. Trotz Erwartungsdruck muss die Leistung möglichst locker auf die Piste gezaubert werden.

