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Rücken....gerechtes Verhalten

Weltweit sind vier von fünf Menschen einmal im Laufe ihres Lebens durch schwere Rückenschmerzen in ihren Aktivitäten eingeschränkt.
Aber: Für den Zustand des Rückens ist jeder Mensch selber verantwortlich!
Denn, wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, immer den Lift in den vierten Stock nimmt, Tag für Tag acht Stunden beinahe bewegungslos im Büro verbringt und am Abend noch stundenlang im durchgesitzten Sofa fernsieht, überlastet Bandscheiben, Bänder und Wirbelgelenke.
Und das mindestens im selben Mass wie Turner, Reiter, Hoch-, Weit- oder Dreispringer.
Fehlbelastungen können durch rückengerechtes Verhalten vermieden werden. Das beginnt beim Sitzen: Wer nicht gut sitzt, kann nicht gut arbeiten! Der beste Stuhl hilft nichts, wenn Sie nicht richtig darauf sitzen (Beckenkippung), beziehungsweise wenn der Stuhl nicht richtig eingestellt ist.
Verändern Sie Ihre Körperhaltung also so oft wie möglich. Sitzen Sie nie länger als 30 Minuten in derselben Position, Zwangshaltungen müssen von Zeit zu Zeit aufgelöst werden. Stehen Sie immer auf, wenn Sie für eine Tätigkeit nicht sitzen müssen – zum Beispiel beim Telefonieren.
Überprüfen Sie die Ergonomie am Arbeitsplatz: Tisch- und Stuhlhöhe, Höhe der Arbeitsfläche; vielleicht ist ein Schrägpult oder ein Stehpult die bessere und gesündere Alternative.
Faustregel: Richten Sie sich rückengerecht ein – nicht nur am Arbeitsplatz!
Heben Sie leichte und schwere Sachen stets mit geradem Rücken, direkt am Körper, zwischen den Beinen auf. Vermeiden Sie Drehbewegungen unter Belastung (Materialumschichten) und laden Sie sich nicht mehr auf, als Sie tragen können; lassen Sie sich besser helfen! Machen Sie regelmässig Entspannungs- und Dehnungsübungen – zu Hause und am Arbeitsplatz! Die Wirbelsäule ist ein empfindliches Gebilde, die Ihnen jede falsche Bewegung übel nimmt.
Trainieren Sie regelmässig Ihre Rücken- und Bauchmuskulatur.

Es kommt bei jeder Bewegung auf die richtige Haltung an (beim Aufstehen, Bücken, Sitzen, Heben usw.): Verhaltensweisen, die man in Rückenschulen erlernen kann. Zum Beispiel bei der Schweizerischen Rheumaliga (Telefon: 044 487 40 00) oder bei einem Physiotherapeuten. Die Leistungen der Physiotherapie können auch ohne ärztliche Verordnung in Anspruch genommen werden.

Sportliche Betätigungen, wie spazieren, laufen, Walking, Jogging, Schwimmen, Radfahren usw., unterstützen Ihre Bemühungen um einen gesunden Rücken.
Denn das beste Hilfsmittel, um Rückenschmerzen präventiv entgegenzuwirken, heisst: Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung.