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Von der Unlust zur Lust – den inneren Schweinehund überwinden

Das Wissen über die positiven Wirkungen einer optimistischen und zuversichtlichen Lebenseinstellung, einer gesunden Ernährung, eines aktives Ressourcenmanagements und vor allem leichter bis mittlerer Bewegung im Ausdauerbereich sind mehrfach belegt. Wie aber sieht es diesbezüglich mit der Motivation und der Überwindung aus?

Auch Spitzensportlerinnen und –sportler kämpfen damit, sich für die nächste Trainingseinheit zu motivieren. Sie behelfen sich dann mit ganz einfachen Strategien wie zum Beispiel die Trainingsschuhe schon bereit stellen, den Trainingsplan an den Kühlschrank kleben, sich mit einem Trainingspartner fix zu verabreden, Protokolle schreiben und anderem mehr.

Die goldenen Regeln aus der Psychologie stammen aus der Motivations- und Volitionsforschung (Volition = Prozess der Willensbildung). Sie beinhalten unter anderem, sich darüber Gedanken zu machen, was wirklich mein Ziel und ob dieses auch ein sinnvolles und gutes Ziel für mich und meine Situation ist – denn nur dann kann ich dieses auch lustvoll verfolgen.

Weiter gilt es sich damit zu befassen, welche inneren (z.B. Faulheit) und äusseren Barrieren (Wetter, Familie) ich zu bewältigen habe. Was könnte mich davon abhalten und wie reagiere ich darauf, um mein Ziel dennoch zu erreichen. Berücksichtigen Sie dabei aber die persönliche Ausgangslage (denn nicht jeder schafft es, alleine zu joggen).

Holen Sie sich Lust durch Abwägen (z.B. was ist der Gewinn, wenn ich jetzt joggen gehe?) durch Ziele setzen (z.B. 2mal pro Woche bewegen über 30 min; das Ziel am Kühlschrank festhalten), durch das Schaffen von Anknüpfungspunkte (z.B. mit Enkelkinder joggen). Machen Sie Ihr Projekt messbar (z.B. Gewicht messen), zeigen Sie die positiven Effekte auf (z.B. wenn ich jetzt etwas für die Gesundheit mache, dann fühle ich mich besser) und verpflichten Sie sich auch etwas (indem Sie zum Beispiel Ihrem Partner / Ihrer Partnerin davon erzählen).

Setzen Sie bei Gelegenheit ein Gruppencommitment („wir sind fit und sportlich“), thematisieren Sie Ihre Schwierigkeiten und überwinden Sie diese, machen Sie Ihr Unternehmen durch Regelmässigkeit zur Gewohnheit (ich laufe immer montags mit Ueli) und werten Sie aus (z.B. Protokoll oder Tagebuch).

Tun Sie es einfach und überlegen Sie sich erst nach einer Bewegungseinheit, ob Sie überhaupt Lust darauf gehabt hätten!

Die Lust entsteht vor allem nach der Überwindung der Unlust und damit des inneren Schweinehundes. Das stärkt das Selbstvertrauen, reduziert die Angst und macht uns zu einer lustvollen, widerstandfähigen und starken Persönlichkeit.

Machen Sie Gebrauch davon – sonst gebraucht es Sie...